Leute, die nicht studiert haben, lügen in ihrem Facebook Profile

Was mir seit einiger Zeit auffällt ist, dass diverse deutsche digitale Nomaden oder Ex – Nomaden in ihrem Facebook Profile angeben, sie hätten an einer Uni studiert. An der TU Berlin oder anderen Unis. Und das von Leuten, die gerade einmal 20 Jahre alt sind und nach dem Abi ihre Ausbildung abbrachen. Plötzlich wird da auf Facebook angegeben, man habe studiert und und und.
Oder, anderes Beispiel, es wird ein Studium angegeben, obwohl derjenige nur ein Semester lang durchhielt. Stattdessen aber ist auf Facebook zu lesen: BWL Studium.
Klar, wird auf Facebook und in der gesamten Social Media Welt gelogen, dass sich die Balken biegen. Bevor man sich jedoch geschäftlich mit solchen Leuten abgibt, sollten Erkundigungen eingezogen werden. Wenn nötig, bei der Uni anrufen oder mal nachfragen, wer denn so die Profs waren. Untereinander haben wir uns zu meiner Studentenzeit bei Studentenjobs immer rege ausgetauscht und ein schwarzes Schaf wäre da sofort hochgegangen.
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„The Millennial Question“ oder „Warum Youtuber und Social Media Leute sich niemals auf ihr Einkommen verlassen sollten“

Offenbar geht derzeit ein Youtube Bug um, denn einigen Youtubern wurden innerhalb von Sekunden Abonnenten weggenommen. Der Youtuber Tanzverbot verlor innerhalb einer Minute 100,000 seiner mehr als 200,000 Abonnenten. Eben einfach mal so zeigte Youtube ihm 100,000 weniger Abonnenten an. Zurecht fürchtete Tanzverbot um sein Einkommen, denn er lebt ja von Youtube. Und das, obwohl Youtube niemanden aufgrund seiner Abonnentenzahl bezahlt, sondern es kommt auf die Klicks an.
Einen Tag später war der Schaden behoben und Tanzverbot wieder happy. Dennoch sollte allein dieses Beispiel allen Youtubern und jenen, die mit Social Media ihr Geld verdienen, zeigen, dass sich niemand allein auf Youtube, Instagram oder sonst irgendetwas verlassen darf. Eine Social Media Karriere kann von heute auf morgen vorbei sein und dann steht derjenige ohne Geld da. Meistens auch noch ohne Ausbildung / Beruf, denn viele junge Leute schmeissen für die schnelle Online Karriere ihren Job oder ihr Studium hin. Dass gerade Online andere Marktregeln herrschen, ziehen nur Wenige in Betracht, denn zuerst sieht man ja nur das Geld. Was aber, wenn Youtube dichtmacht oder einfach nur die Regeln ändert? Was, wenn die Masse sich anderen Social Media Gurus zuwendet und die Klicks ausbleiben?
Simon Sinek erklärt sehr treffend, warum gerade junge Leute (die Generation Y) Kommunikationsprobleme hat. Ja, heutzutage müssen junge Leute gecoacht werden, damit sie überhaupt morgens aus dem Bett kommen. Zu meiner Jugend in den Achtzigern undenkbar. Wir haben einfach gemacht und brauchten weder Coach noch Motivationshilfen. 🙂

 

Warum wollen Menschen berühmt sein?

Warum wollen viele Leute berühmt werden? Kann man nicht auch ohne Erfolg, 50,000 Facebook oder Twitter Follower bzw. Youtube Subscriber glücklich sein? Wozu muss man unbedingt berühmt sein, um mehr Glück im Leben auszustrahlen?
Als ich in den Achtziger Jahren aufwuchs, träumten viele junge Leute davon berühmt zu werden. Als Schauspieler oder als Popsänger. Man gründete eine Band und auch ich war Bandmitglied. Allerdings existierte die Band nur ein oder zwei Wochen, denn dann hatten sich alle Mitglieder verkracht.
Zu der Zeit hatte man es irgendwann mit seiner Band geschafft oder nicht. Und wenn nicht, war Zeitpunkt der Berühmtheit vorüber, wie für fast alle von uns.
Alles änderte sich mit dem Internet, Youtube und all dem Social Media Gedöns. Zuerst hatten die Leute einfach nur Spaß und wollten Neues ausprobieren. Als dann der Faktor Geldverdienen hinzukam, lief alles immer mehr aus dem Ruder. Einst sollte das Internet als kostenlos Informationsquelle dienen, doch mittlerweile will jeder kleine Humptydumpty Geld verdienen. Selbst dann, wenn er gar nichts zu sagen hat, sondern Inhalte stiehlt bzw. abkopiert.
Die neuen Generationen definieren sich durch die Anzahl der LIKES. Leute werden zu Selbstdarstellern und machen sich für jedes Like nackt. Nicht im wörtlichen Sinne wie die Youtuberin Katja K., doch wird das gesamte Privatleben als Vlog auf Youtube gestellt. Ein paar Likes geben einem dann eine Viertelstunde Zufriedenheit und Anerkennung.

 

 

Man merkt offenbar, dass ich einer anderen Generation angehöre, denn ich stelle keinerlei Privatphotos in meine Blogs. Keine Room Tour, kein gar nichts. Wichtig sind meine Inhalte und nicht ich oder mein Zuhause. Berühmt will ich als Introvertierter absolut nicht sein. Eher das Gegenteil. Ein stinknormaler Otto Normalverbraucher, ohne Ruhm und Fans.
Klingt das langweilig?
Heutzutage schon, aber mir sich meine richtigen Freunde bzw. Family wichtiger als Social Media.