Selbstständig machen ohne Eigenkapital und kaufmännische Kenntnisse?

Wer eine Existenzgründung plant und sich zudem noch Räumlichkeiten mietet, der MUSS über eine größere Summe an Eigenkapital verfügen. Online Marketing Scammer wie Youtuber Robert Gladitz hingegen suggerieren ihrem meist jungen unerfahrenem Klientel, dass alles möglich sei. Eigentkapital? Egal, denn es gibt ja Crowdfunding. Kaufmännisches Wissen bzw. Erfahrung? Braucht man nicht, denn man muss halt nur an seinen Erfolg glauben. Businessplan? Ist doch eh wurscht, denn man ist ja hochmotiviert. Wer gerade einmal die erste Miete und die Kaution per Crowdfunding zusammenbekommt, gleichzeitig aber ohne Büromöbel und jeglichem Equipment dasteht, der bittet dann halt sein Klientel um kostenlose Sachspenden. So einfach geht das heute.
Die Realität zeigt, dass kleine Existenzgründer, insbesondere jene, ohne richtigem Produkt und Konzept und ohne ausreichendem Eigenkapital nicht lange überleben. Wer sich vorerst mit seiner eigenen Wohnung oder der berühmten Garage als Räumlichkeit zufrieden gibt, hat eine Chance, Kosten zu sparen. Als blutiger Anfänger auf dicke Hose machen und riesige Räumlichkeiten anzumieten, ist zwar beliebt, doch scheitert die Mehrheit bereits an den fälligen Mietzahlungen. Anstatt sich vor einer Gründung mit der IHK oder einem Kaufmann zu beraten, übernehmen sich die Gründer.
Als BWLer kann ich von derlei unbedarften Aktionen nur abraten. Wer gründen will, der sollte dies zu Beginn in einem kleinen Rahmen tun und schauen, dass er zumindest kostendeckend arbeitet. In den ersten Jahren ist es wichtig, die Kosten reinzubekommen. Gewinne stellen sich erst nach einem längeren Zeitraum ein und bis dahin sichert das Eigenkapital ab.
Mit „kleinem Rahmen“ meine ich, dass vorerst der Job nicht gekündigt wird und das Online Business (oder was auch immer) nebenher läuft. Stellt sich der Erfolg ein, kann immer noch kalkuliert werden, ob sich die Aufgabe eines festen Arbeitsplatzes lohnt. Allerdings zeigt sich das erst im späteren Verlauf.
Okay, wer kurzfristig irgendwie abzocken will, der kann auch ohne Businessplan loslegen. Wer dagegen langfristig denkt und sich ebenso langfristig eine Existenz aufbauen will, der muss sich gründlichst informieren. Vom Finanzamt bis hin zu kostenlosen IHK oder jeglichen OFFIZIELLEN Gründerkursen. Damit meine ich jedoch keine Scammer Kurse auf Youtube oder sonst im Internet.

Die „Digitale Nomaden – Abzocke“

Ein super geschriebener Artikel zum Thema „Digitale Nomaden“:
https://www.basicthinking.de/blog/2016/06/23/digitale-nomaden-abzocke/
Thailand, Bali oder jetzt auch Kolumbien. All das sind die Hotspots der digitalen Nomaden, da es in diesen Ländern relativ billig ist. Man trifft sich zum Co – Working und überlegt sich neue ebooks oder Kurse, um noch mehr Kundschaft anzuziehen bzw. abzukassieren.
Wo sind eigentlich die richtigen digitalen Nomaden, die noch das Abenteuer suchen? Durch die Wüste ziehen, den Amazonas durchwandern oder auch mal in den Iran, den Irak, nach Oman, in den Libanon oder zu den Saudis fliegen? Stattdessen sitzt man auf Bali, macht Yoga und schlürft aus der Kokosnuss.

Wie Youtuber die Terrorgefahr ausnutzen

Kaum greift die erste Terrorwelle in Deutschland um sich, sind fragwürdige Persönlichkeitsentwicklungs – Youtuber bereits am Start. Das zukünftige Abzockgeschäft der Persönlichkeitsentwickler: Kurse verkaufen, die sich mit der Terrorangst beschäftigen. Hierbei geht es nicht etwa um irgendwelche Ratschläge, sondern der Terror wird sich als einträgliches Geschäft erweisen. Die einen kommen auf grausame Weise ums Leben, die anderen verdienen damit.
Bislang sah ich einen Youtuber, der in der Persönlichkeitsentwicklung um sich kloppt und konfuse Ratschläge wie „Ich pfeiffe auf Kritik“ oder „Man muss sich nur mit Gleichgesinnten abgeben“ gibt. Aktuell wird anscheinend eine neue Sparte der Abzocke entdeckt. Die Menschen haben Angst und mit Ängsten lässt sich stets gutes Geld verdienen. Dabei ist es unerheblich, dass man selbst noch nie einer Terrorgefahr ausgesetzt war. Nie war man direkt betroffen, so wie wir im Nahen Osten. Jerusalem gilt als terroristische Hochburg, wo mehrere Male pro Woche Angriffe stattfinden. Ich selbst wohne in einem Stadtteil, der als gefährdet gilt.
Das Video des Youtuber habe ich mir nicht angeschaut, denn ich glaube kaum, dass jemand, der vom Thema keine Ahnung hat, sich das Recht herausnehmen sollte, eine Meinung abzugeben. Was kann er schon „Tolles“ sagen?

Tatsache ist, dass es keinerlei Patentrezept gegen eine Terrorangst gibt. Zumal jeder Mensch in eindeutigen Gefahrensituationen anders reagiert.

Europa genauso wie einst wir im sogenannten Nahen Osten muss lernen, sich mit dem allgegenwärtigen Thema auseinanderzusetzen. Im Haus einschließen kann man sich nicht. Eine gewisse Zeit funktioniert das: Zur Arbeit rennen, heimkommen und Türe zu.
Irgendwann aber geht einem das derartig auf den Keks, dass man nur noch denkt: „Ihr könnt mich alle mal. Ich will mein Leben leben und mich nicht verstecken!“
In Israel wird die Terrorangst schon lange nicht mehr diskutiert und Youtuber, die hierzu Kurse verkaufen, gab es noch nie. Angst ist Privatsache und jeder muss halt sehen und lernen, mit ihr umzugehen. Außerdem kann man damit nicht 24 Stunden am Tag durchs Leben gehen und sich ständig umschauen, ob nicht von irgendwoher Gefahr droht.
Das Traurige ist, dass wir uns in Israel an die Gefahr gewöhnt haben bzw. mit ihr zu Leben gelernt haben. In Deutschland hingegen ist das Thema relativ neu und es ist klar, dass irgendwelche dahergelaufenen Online Vermarkter das ausnutzen wollen. Allerdings ohne jegliche Ahnung zu haben.
Also vorsicht, bei solchen Angeboten!!!

Nischenblogs & Hühnerstall

Vor ein paar Jahren galt ein Nischenblog noch als eine Art Expertenratschlag. Blogger, die sich mit dem Segelfliegen, kleinen Spielzeugeisenbahnen, Kleintieren oder Fahrradluftpumpen auseinandersetzten, verfügten über ein exzellentes Spezialwissen auf ihrem Gebiet. Mittlerweile aber machen sich mehr und mehr 08 / 15 Abzock – Blogger mit ihren Nischenblogs breit.
Ein Beispiel:
Ein Blogger eröffnet mehrere Blogs. Zum Beispiel zum Thema „Wo kaufe ich einen Hühnerstall?“ oder „Wo kriege ich die beste Hundehütte her?“
Bei meiner Google Suche landete ich auch gleich auf einem Blog, der Hühnerställe aller Art anbietet. Der Name des Bloggers wird nicht genannt und ein Impressum existiert auch nicht. Ich dachte immer, dass in Deutschland das Impressum auf einem Blog gesetzlich vorgeschrieben ist.
Der Hühnerstall – Typ hat keine Ahnung von Hühnern, sondern kopierte lediglich ein paar allgemeine Infos aus dem Internet in den Blog. Dafür aber führt unter jedem Hühnerstallbild ein Direktlink zu Amazon. Bei jedem Kauf erhält der Blogger von Amazon eine Provision. Und die ist der alleinige Sinn und Zweck des Blogs und nicht etwa die Hühner.
Gleichzeitig betreibt derselbe Blogger noch weitere Affiliate Blogs zu weiteren ihm unbekannten Themen. Aber egal, er will die Leser zu Amazon locken, damit sie kaufen.
So schaut heutuztage die Nischenblogger Abzocke aus. Hauptsache Geld und um das Fachwissen schert sich niemand mehr.

Warum ich mich mit dem Thema des ONLINE MARKETING auseinandersetze

Warum ich mich gerade mit dem Thema auseinandersetze ?
Gibt es nicht im Internet schon genug Leute, die einem sagen, wie ein Blogger Geld verdienen kann oder wie ein erfolgreiches Online Marketing betrieben wird ?
Ja, das Internet ist voll, aber die Mehrheit der Ratgeber Sites in englischer und deutscher Sprache sind absoluter Schwachsinn. Reine Abzockerei, geschrieben von Leuten, die nichts weiter wollen als Euer Geld.
Als ich meine eigenen Blogs aufmachte, surfte ich im Internet nach Ratgebern. Ich hatte Null Ahnung von Blogs und wie man eine Leserschaft gewinnt. Anderweitige Blogs oder Websites gaben Auskunft, doch immer nur bedingt. Fast zu 100% hiess es:
„Für weitere Details bitte hier in meinem Kurs anmelden !“ oder
„Man kaufe mein ebook !“
Mittlerweile ist Youtube zum Massenanbieter der selbsternannten Internetgurus geworden. Jeder, der nichts anderes arbeiten will oder nicht viel Hirn besitzt, macht einen Internet Marketing Blog auf und versucht den Menschen einzureden, dass eigentlich jeder im Internet Erfolg haben kann. Praktisch kann jeder Arbeitslose oder nach einer Jobalternative Suchender sein eigenes Online Business eröffnen und „reich“ werden, wenn er sich nur bei einem der offerierten Kurse anmeldet.
Ziel dieses Blogs ist es, meinen Frust über derlei Internetlügen abzulassen. Ich bilde mir ein, einige Tipps geben zu können, doch geschieht all das umsonst. Ohne Kursangebot, ohne ebook Kauf, ohne irgendetwas. Ich besitze auch keine Site, zu der ich Euch schicke, um einen Kaufvertrag zu unterschreiben. Ehrlich gesagt, hätte ich gar keine Zeit und Lust, so etwas zu eröffnen. Bei mir geht es um Fakten und mehr nicht.