Die Amazon FBA – Falle

Zuhauf wird auf Youtube jungen Leuten das große Geld versprochen. Man brauche nur ein eigenes Produkt (zur Not wird Billigkram aus China eingekauft) und schon könne man beim Amazon FBA – Programm loslegen. Bedeutet, dass jeder sein Produkt über Amazon verkauft. Der Vorteil darin besteht, dass von Beginn an eine riesige Reichweite da ist und der kleine Online Unternehmer nicht selbst erst via Website oder Blog auf Kundenaquise gehen muss.
Wer als junger Mensch keine eigene Business – Idee hat, verscherbelt T – Shirts und dergleichen auf Amazon. Davon wird sich viel Cash versprochen und einer Berufsausbildung bedarf es nicht. Hauptsache Kohle!
Hunderte Online Marketing Gurus versprechen ihrer naiven Kundschaft den FBA – Erfolg und volle Kassen. Dem allerdings macht der Online – Riese gerade einen Strich durch die Rechnung und es zeigt sich einmal wieder, dass ein Unternehmen wie Amazon mit den Leuten machen kann, was es will. Der kleine Online Händler interessiert einen Giganten wie Amazon nicht und der gravierende Fehler, den junge Selbstständige immer wieder machen: Sich auf einen Anbieter zu verlassen.
Youtuber verdienen ihr Geld mit Youtube und wehe, wenn Youtube einmal die Regeln ändert und die Geldquelle der Youtuber versiegt. Dasselbe mit Amazon, ebay, Instagram und wie sie alle heißen. Man setzt nicht nur auf ein einziges Pferd und hofft, dass das Geld immer so weiter fließt.
Selbst wenn Amazon die FBA – Konten wieder aktiviert, der Online Händler trägt den finanziellen Schaden und wird auch in Zukunft nicht sicher sein.
https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article170412606/Der-merkwuerdige-Zahlungsstau-bei-Amazon.html
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Wie Self – Publisher auf Amazon positive Bewertungen einfahren

Es kommt vor, dass ich manchmal total naiv in Bezug auf die Gier anderer Menschen bin. Heutzutage gelten Ruhm und Geld mehr als alles andere im Leben. Dabei spielt es keine Rolle, wie jemand sein Ziel erreicht. Ob das nun Content – Klau bei anderen Blogger oder Self – Publishern auf Amazon ist oder es werden ganze Youtube – Konzepte übernommen. Der ehemalige Vlogger Casey Neistat wird mittlerweile Tausende Male kopiert. Insbesondere von der deutschen Youtube – Szene, denn so richtig kreativ war diese Szene noch nie. Lieber wird aus den Staaten abkopiert, was das Zeug hält.
Wir alle sind und absolut darüber im Klaren, dass auf Amazon eine riesige Menge an gefakten Bewertungen kursieren. Die Leute wollen halt ihre Produkte verkaufen und da werden Familie, Freunde oder die Fangemeinde aktiviert, doch ja positive Kommentare zu tippen. Zwar kämpft Amazon gegen den Schwindel, aber mehr als Don Quichote und der Kampf gegen die Windmühlen kommt dabei nicht heraus.
Momentan wird sogar ganz offen zugegeben, dass diverse Self – Publisher (insbesondere aus der Persönlichkeitsentwicklung, „Wie werde ich reich“ – Szene“ sowie allem anderen Do – It – Yourself – Kram) positive Bewertungen erkaufen. Unter anderem werden kostenlose ebook – Exemplare an die Fangemeinde ausgegeben verbunden mit dem Hinweis, doch ja eine positive Kaufempfehlung bei Amazon zu hinterlassen. So werden interessierte Leser hinters Licht geführt, die da teilweise 20 Euro für ein nutzloses ebook ausgeben und sich nach drei Seiten ärgern. Klar kann man da sagen „Selbst schuld“, doch all die gefakten Bewertungen verleiten halt immer noch die Menschen zum Kauf.
Es sollte jedem klar sein, dass es kein Allround – Patentrezept für Erfolg oder Wohlbefinden im Leben gibt. Jeder Mensch ist anders gestrickt und Erfolg allein definiert sich nicht durch Ansehen und Geld. Wer im Vorfeld schon auf Online Marketing Scammer hereinfällt, der sollte lieber erst gar nicht sein eigenes Business starten. Der Gang zur IHK sowie einschlägige Wirtschaftsinformationsdienste wären da eher zu empfehlen als wahlloses Herumklicken im Internet.

Nischenblogs & Hühnerstall

Vor ein paar Jahren galt ein Nischenblog noch als eine Art Expertenratschlag. Blogger, die sich mit dem Segelfliegen, kleinen Spielzeugeisenbahnen, Kleintieren oder Fahrradluftpumpen auseinandersetzten, verfügten über ein exzellentes Spezialwissen auf ihrem Gebiet. Mittlerweile aber machen sich mehr und mehr 08 / 15 Abzock – Blogger mit ihren Nischenblogs breit.
Ein Beispiel:
Ein Blogger eröffnet mehrere Blogs. Zum Beispiel zum Thema „Wo kaufe ich einen Hühnerstall?“ oder „Wo kriege ich die beste Hundehütte her?“
Bei meiner Google Suche landete ich auch gleich auf einem Blog, der Hühnerställe aller Art anbietet. Der Name des Bloggers wird nicht genannt und ein Impressum existiert auch nicht. Ich dachte immer, dass in Deutschland das Impressum auf einem Blog gesetzlich vorgeschrieben ist.
Der Hühnerstall – Typ hat keine Ahnung von Hühnern, sondern kopierte lediglich ein paar allgemeine Infos aus dem Internet in den Blog. Dafür aber führt unter jedem Hühnerstallbild ein Direktlink zu Amazon. Bei jedem Kauf erhält der Blogger von Amazon eine Provision. Und die ist der alleinige Sinn und Zweck des Blogs und nicht etwa die Hühner.
Gleichzeitig betreibt derselbe Blogger noch weitere Affiliate Blogs zu weiteren ihm unbekannten Themen. Aber egal, er will die Leser zu Amazon locken, damit sie kaufen.
So schaut heutuztage die Nischenblogger Abzocke aus. Hauptsache Geld und um das Fachwissen schert sich niemand mehr.