An alle Unbedarften, die sich ENTREPRENEUR nennen

Unter jungen Deutschen ist es momental total IN, sich sein eigenes Online Business aufzubauen. So jedenfalls meint man, kann massig Geld verdient werden. Selbst Teenager wollen einem heutzutage MINDSET verkaufen. 
Die breite Masse endet damit, dass ihr Business daraus besteht, anderen kostenpflichtig zu vermitteln, wie diese wiederum ihr eigenes Business aufbauen können. Jeder Unbedarfte kann dazu heutzutage schwachsinnige Ebooks verfassen oder einen Youtube Kanal eröffnen. 
Wenn man sich die Masse der Persönlichkeitsentwickler, Online Marketers sowie weitere Selbstvermarkter auf Youtube einmal anschaut, wird schnell klar, dass keinerlei fundiertes Wissen über irgendetwas dahintersteht. Die Lebenserfahrung fehlt, denn der Youtuber lebt in seiner eigenen kleinen Online Marketing Blase und kommt kaum in Kontakt mit der realen Arbeitswelt. Folglich bastelt sich jeder Anbieter seine eigene Wahrheit zurecht, die da kaum etwas mit der Realität zu tun hat. Wenn es selbst schon allein an der Motivation zur Selbstständigkeit hapert, dann ist es absolut schwachsinnig, sich solch ein Ziel zu setzen.
Kolja Barghoorn hat dazu wahre Worte gesprochen, die man nicht weiter kommentieren muss: 

 

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„The Millennial Question“ oder „Warum Youtuber und Social Media Leute sich niemals auf ihr Einkommen verlassen sollten“

Offenbar geht derzeit ein Youtube Bug um, denn einigen Youtubern wurden innerhalb von Sekunden Abonnenten weggenommen. Der Youtuber Tanzverbot verlor innerhalb einer Minute 100,000 seiner mehr als 200,000 Abonnenten. Eben einfach mal so zeigte Youtube ihm 100,000 weniger Abonnenten an. Zurecht fürchtete Tanzverbot um sein Einkommen, denn er lebt ja von Youtube. Und das, obwohl Youtube niemanden aufgrund seiner Abonnentenzahl bezahlt, sondern es kommt auf die Klicks an.
Einen Tag später war der Schaden behoben und Tanzverbot wieder happy. Dennoch sollte allein dieses Beispiel allen Youtubern und jenen, die mit Social Media ihr Geld verdienen, zeigen, dass sich niemand allein auf Youtube, Instagram oder sonst irgendetwas verlassen darf. Eine Social Media Karriere kann von heute auf morgen vorbei sein und dann steht derjenige ohne Geld da. Meistens auch noch ohne Ausbildung / Beruf, denn viele junge Leute schmeissen für die schnelle Online Karriere ihren Job oder ihr Studium hin. Dass gerade Online andere Marktregeln herrschen, ziehen nur Wenige in Betracht, denn zuerst sieht man ja nur das Geld. Was aber, wenn Youtube dichtmacht oder einfach nur die Regeln ändert? Was, wenn die Masse sich anderen Social Media Gurus zuwendet und die Klicks ausbleiben?
Simon Sinek erklärt sehr treffend, warum gerade junge Leute (die Generation Y) Kommunikationsprobleme hat. Ja, heutzutage müssen junge Leute gecoacht werden, damit sie überhaupt morgens aus dem Bett kommen. Zu meiner Jugend in den Achtzigern undenkbar. Wir haben einfach gemacht und brauchten weder Coach noch Motivationshilfen. 🙂